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Geschichte der Horoskope 20. Januar 2008

Der Wunsch Ereignisse vorauszusehen ist so alt wie die Menschheit selbst. Schon vor 3000 Jahren mit der Erfindung der Keilschrift wurde die Astrologie geboren, welche die unmittelbare Voraussetzung für die modernen Horoskope ist. Es wurden antike Kalender aufgeschrieben, welche den richtigen Zeitpunkt, zum Beispiel zur Saat der Nutzpflanzen oder der Jagd fest hielten. Die alten Babylonier stellten im 7. Jahrhundert vor Christus einen Zusammenhang zwischen der Höhe des Sonnenstandes, der Beschaffenheit des Abendhimmels und der Jahreszeit. Aus dem Jahre 640 v. Chr. stammen antike Keilschrifttafeln von babylonischen Priestern, welche ihre Erkenntnisse in den Dienst des Königs stellten. Denselben ist auch die zwölf Teilung des Tierkreises zu zuschreiben. (5. Jhd. V. Chr.)
Auch im alten Rom wurde die Astrologie gepflegt und gelehrt. Die älteste erhaltene Schrift zum Thema Astrologie namens Astronomicon (10 n. Chr.), wurde von Manilus von Rom geschrieben und von Ptolemäus 100 Jahre später zu dem Buch Tetrabiblios erweitert.

Zu Zeiten des christlichen Roms (ab 321 n. Chr.) war die Astrologie als heidnischer Aberglaube verboten. Erst unter Karl dem Großen kam es zu einer wahren Renaissance (Anfang 9. Jhd.). Im 12./13. Jhd. wurde die Astrologie erneut durch die Araber verfeinert (neue Geräte zur Beobachtung des Himmels) und wurde so populär, dass an europäischen Universitäten (z.B. Oxford und Paris) Lehrstühle für die Astrologie eingeführt wurden.
Erschüttert wurde die Astrologie durch Kopernikus, welcher im 17. Jhd. die Existenz des geozentrischen Weltbildes („die Welt ist eine Scheibe und Mittelpunkt des Universums“) wieder legte. Dies stand in keinem Widerspruch zum astrologischen Denken, aber es bejahte die sich anbahnende moderne Wissenschaft.

Das Ende des klassischen astrologischen Weltbildes begann mit der Aufklärung und dem damit verbundenem Fortschrittglaubens. 1817 wurde der letzte Lehrstuhl an einer deutschen Universität abgeschafft.
Im 20 Jhd. kam es zu einer Wiederbelebung der Astrologie, vor allem durch Nordamerikanische Forscher und Institutionen. Die Geschichte des Horoskops kann mit der, der Astrologie gleich gesetzt werden, denn ein Horoskop ist die astrologische Momentaufnahme des Himmels zum Zeitpunkt der Geburt. Der Lehrsatz des Hermes Trismegistos „wie oben so unten und wie unten so oben“ ist der Leitsatz des Horoskops. Es kann also vom großen (das Universum) auf das Kleine (ein menschliches Leben) geschlossen werden.

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