Jongleure – die „Geistlichen“ unter den Artisten 18. September 2008
Haben Sie sich nicht auch schon mal gefragt, wie denn die weibliche Form des Jongleur heißt? Ist es nun eine Jongleurin oder eine Jongleuse? Auch wenn es sich seltsam anhört – Jongleuse ist tatsächlich korrekt. Als Teil der Artistik entwickelte sich das Jonglieren schon zu Zeiten um 1700 v. Ch. Beginnend zuerst noch mit drei Bällen bringen es Profis heute auf bis zu 12 Bälle, 9 Keulen oder auch 13 Ringe und jonglieren so schnell dass das Auge den Bällen kaum mehr folgen kann.
Mittlerweile müssen Jongleure immer mehr bieten um das Publikum bei Laune zu halten, drei Bälle kreisen lassen reicht nicht mehr. Jongleure werden immer wagemutiger, auch wenn das Publikum sich kaum noch hinzusehen traut. Oder können Sie beruhigt und locker dasitzen, wenn der Jongleur auf der Bühne laufende Motorsägen hochwirbeln lässt?
Schließlich können Sie ja nicht wissen, dass nur der Motor läuft, nicht aber die Kette. Trotzdem kann sich der Artist bei dieser Art Jonglage ziemlich verletzen, wenn es ihm an Konzentration mangelt. Völlig in den Hintergrund tritt der Jongleur bei der Leuchtjonglage, bei der der Künstler schwarz angezogen ist und nur seine farbigen vom Schwarzlicht leuchtenden Jongliergeräte zu sehen sind. Eine Sonderform des Jonglierens ist das Jonglieren mit dem Diabolo, das aussieht wie zwei gegeneinander geklebte hohle Halbkugeln. Das Diabolo wird auf eine Schnur gesetzt die an zwei Stöcken befestigt ist. Könner schaffen hier bis zu 5 Diabolos auf einer Schnur. Eine weitere Sonderform des Jonglierens ist das Jonglieren mit Zigarrenkisten, das nicht wie sonst durch Hochwerfen von Gegenständen funktioniert, sondern eine Zigarrenkiste wird durch von zwei außen dagegen gehaltene Kisten durch Greifen und Loslassen immer wieder in eine andere Position gebracht.
Egal jedoch ob mit 3 Bällen oder mit Motorsägen – Jonglieren fördert sowohl die Konzentrationsfähigkeit als auch das Gleichgewichtsgefühl. Und wer weiß, vielleicht heißt es eines Tages „Ach, ich bin so zerstreut, ich geh mal jonglieren!“.
- Posted in : Allgemein
- Author : Claudi
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